Modelleisenbahn Arlt - Eine Modelleisenbahnanlage in Spur NModelleisenbahnanlage Bad Arltona in Spur N

Bahnhof Vitebsky - Foto: Mikhail Abashin / 123rf.com

Alles rund um die Modellbahnanlage "Bad Arltona" in Epoche IV in Spur N

Bahnhof Bad Arltona Abfahrten

Die fiktive Geschichte des Bahnhofs Arltona

1871 wurde eine von der Arltonaer Schuhfabrik geförderte eingleisige Eisenbahnstrecke in Betrieb genommen die die Schuhfabrik an das Schienennetz des im Tal von Oberstdorf liegenden Bahnhofs anband. Die Eisenbahn war für viele Generationen das verbindende Verkehrsmittel überhaupt zu dieser Zeit.

Die in erster Linie als Güternachschub erdachte Strecke erwies sich sehr schnell auch als Zugang zum Personenverkehr für alle Klassen aus Arltona, die ansonsten nur schwerlich ins Tal gelangten und so ergab es sich das man in der Stadtverwaltung Arltona´s bereits im Jahre 1874 beschloss, die Strecke auch offiziell für den Personenverkehr freizugeben und bereits ein Jahr später wurde der Bahnhof Arltona gebaut. Dieser feierte 1891 Eröffnung und so rühmte sich auch Arltona ab dieser Zeit eines prunkvollen Anschlusses.

Damals war man natürlich noch weit von dem jetzigen Bahnhof Arltona, wie wir in heute kennen, entfernt. Es gab einen Güteranschluss für die Schuhfabrik und einen kleinen 2-gleisigen Bahnhof, den man damals aus Kostengründen nicht in die Stadt führte, sondern die unter der Stadt liegenden Höhlensysteme nutze und so den Bahnhof damals schon unter die Stadt baute. Das sich dies Jahre später noch als großer Vorteil erweisen würde, konnte man damals noch nicht ahnen.

In den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts ergab es sich, das der Bahnhof Arltona dazu auserkoren wurde ans Fernverkehrsnetz angeschlossen zu werden, das die naheliegende Schweiz mit den Südstädten Deutschlands verbinden sollte. Ein Großprojekt der damaligen Württembergischen Staatseisenbahnen. Da dies durch die gewaltigen Höhenunterschiede in der Region nicht auf direktem Wege zu bewerkstelligen war, ohne die Region um Arltona zu umfahren, die damals schon viele industriell wichtige Standorte umfasste, war die einzige Lösung ein Kopfbahnhof. Somit erwies sich der damals aus Kostengründen gebaute Kopfbahnhof in der Talsenke von Arltona nun als Goldgrube.

Die Planungen waren rasch abgeschlossen und mit den Investitionen vieler Aktionäre und Kämmerer wurde im Jahre 1909 der Grundstein für den heutigen Bahnhof gelegt. Da sich Arltona recht zentral auf der neuen Fernverkehrsstrecke befand wurde auch ein Bahnbetriebswerk errichtet, in dem viele Lokomotiven ihr Heimat-BW fanden. Der 1. Weltkrieg verzögerte die Bauarbeiten und so war die feierliche Eröffnung erst im Jahre 1921.

Da das Güteraufkommen, mit steigendem Bevölkerungszuwachs in der Region immer mehr zunahm, reichte die eingleisige Güterstrecke schnell nicht mehr aus und so wurde im Jahr 1937 begonnen eine neue 2-gleisige Güterstrecke zu bauen, auch hier unterbrach der 2. Weltkrieg leider wieder die Bauarbeiten und so wurde die Strecke erst im Jahre 1951 in Betrieb genommen.

Aktuell verfügt der Bahnhof Arltona über 7 Gleise wovon die Gleise 6 und 7 weiterhin als Pendelstrecke nach Oberstdorf genutzt werden, wie im ursprünglichen Bahnhof aus dem Jahre 1891, aber auch Pendelverkehr in Richtung Kempten findet hier statt. Gleise 3, 4 und 5 werden für den Fernverkehr genutzt, hier verkehren Schnellzüge Autoreisezüge und auch Intercity-Züge in Richtung Stuttgart und Richtung Basel. Die Gleise 1 und 2 werden in erster Linie von Nahverkehrszügen im innerdeutschen Nahverkehr Richtung Friedrichshafen befahren.

Das Bahnbetriebswerk mit Bekohlung, Entschlackung, Wasserversorgung und später auch Dieseltankanlage, umfasst einen 6 ständigen Lokschuppen und insgesamt 4 Abstellgleise. Anbindung besteht auch hier weiterhin an die ehemalige Güterzugstrecke nach Oberstdorf Tal und Höhe. Der ehemalige Gleisanschluss der Schuhfabrik, ist beim Bau des Bahnbetriebswerks in ebendieses eingeflossen. Platzgründe liesen damals nichts anderes zu.

Während der Bauphase des heutigen Bahnhofs gab es auch einen kleinen Skandal um einen vertuschten Planungsfehlers. Dieser ist bis heute Anlass für Verhandlungen von Stadt und Bahn über eine Neugestaltung des Bahnhofsvorfeldes. Die Bahn fordert dies um ein Nadelöhr zu beheben, die Stadt lehnt die nötigen Investitionen allerdings bis zum heutigen Tage ab. Mehr zum Planungsskandal in Kürze hier auf modelleisenbahn-arlt.de.

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